Fachtag Waldbrand

Der Fachtag zum Thema Waldbrand war ein voller Erfolg. Geballtes Expertenwissen wurde ausgewertet und mit Fachleuten anderer Institutionen und Behörden geteilt.

Unter dem Motto „Waldbrand – Brandvorsorge, Brand löschen, Brandnachsorge“ fand am 23. Februar in Groß-Kreutz (Potsdam-Mittelmark) unser diesjähriger Fachtag statt. Über 140 Teilnehmende, darunter natürlich Feuerwehrangehörige unterschiedlicher Dienstgrade und Funktionen, Vertreter anderer Hilfsorganisationen sowie Behörden mit Sicherheitsaufgaben auf Bundes- und Landesebene kamen zum Thema ins Gespräch. In 4 einzelnen Workshops konnten sich die Fachleute untereinander austauschen und Erfahrungen, Herausforderungen und zukünftige Verbesserungen in den Bereichen Ausbildung, Technik und Zusammenarbeit  formulieren.

„Die große Resonanz und die zahlreichen, in kürzester Zeit eingegangenen Anmeldungen beweisen die hohe Nachfrage nach einem solchen Treffen. Durch die große Expertise aller Teilnehmenden können wir nun Handlungsvorschläge und fundierte Forderungen an die Kommunal- und Landespolitik weitergeben“ sagte Gastgeber Werner-Siegwart Schippel, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg. "Besonders gefreut hat mich der Besuch von Kameraden aus Bayern und Nordrhein-Westfalen. Fachlicher Austausch darf nicht an Landesgrenzen halt machen".

Von den zahlreich besprochenen Fachthemen seien nachfolgend einige Wünsche und Forderungen auszugsweise genannt:

  • Die Einsatzstellenüberwachung durch Drohnen wurde positiv bewertet. Feuerwehren sollten durch Fördermittel bei der Beschaffung dieser Technik unterstützt werden
  • Ein Löschangriff mit Schaum wäre auch bei Waldbränden sehr effektiv. Die Hersteller sind gefragt, umweltfreundliche, hierfür zugelassene Schaummittel zu entwickeln
  • Für die bessere Zusammenarbeit mit Bundesbehörden, mit Organisationen aus anderen deutschen Bundesländern oder aus Polen sollte der Verwaltungsaufwand verringert werden
  • "Alte Erfahrungen" und Taktiken, wie die in der DDR entwickelte und bewährte "Wassergasse", dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Sie sollten mit modernen Methoden verknüpft werden und zur Anwendung kommen
  • Regionale Besonderheiten müssen in der Einsatztaktik Berücksichtigung finden. So ist etwa im Havelland das Arbeiten mit D-Strahlrohren sinnvoll, während es im Kohlerevier Lausitz auf größere Eindringtiefe ankommt und somit höherer Druck durch größere Strahlrohre zielführend ist

Zahlreiche weitere Wünsche, Ziele und Erkenntnisse wurden geäußert und diskutiert. In Kürze werden wir an dieser Stelle eine umfassende Auswertung des Fachtages veröffentlichen und bereiten einen Forderungskatalog mit Handlungsempfehlungen vor, um die Situation bei Waldbränden und anderen Langzeitlagen zu verbessern.

Bildmaterial: Für die nicht-kommerzielle Nutzung haben wir Ihnen alle Fotos in hoher Auflösung bereitgestellt (39 Fotos, 202 MB, zip-Datei).